· 

Anima gestaltet von André Heller

Freitag Morgen, der Muezin hat uns, gefühlt mitten in der Nacht, das erste Mal geweckt. Zuerst dachte ich er hätte Schmerzen, aber nach ein paar Sekunden habe ich realisiert, daß es klingt wie immer.
Beim zweiten Morgenruf, sind wir dann aufgestanden und haben unsere sieben Sachen gepackt. Wir wollten früh aufbrechen und ins Ourika-Tal fahren um das neueröffnete Kunstwerk Anima von André Heller zu besuchen. Entfernung zu unserem derzeitigen SP ca. 30km. Also fast ein Katzensprung.
Fast hätten wir den Stadtrand erreicht, da war auch schon eine Straßensperre. Wir wurden umgeleitet, aber nicht mit Schildern sondern mit einem einfachen Handzeichen eines Polizisten. Wir fuhren einfach den vor uns fahrenden Autos hinterher und mussten schnell feststellen, dass diese immer dezimierter wurden. Zum Schluss fuhren wir mutterseelenallein durch ein neues bebautes Areal (Schotterstraße), das unser Navi nicht kannte. Nach ein paar Minuten entschlossen wir uns, zurückzukehren und die am Anfang unserer Fahrt vorgeschlagene längere (48km) Route zu nehmen.
Nach einer guten Stunde sind wir endlich dort angekommen. Aus den am Anfang geplanten 30km wurden schnell mal gute 90km. Ein weiterer Grund der Mehrkilometer war die schlechte Beschilderung vom Kunstwerk. Ein kleines "schwarzes" unscheinbares Schild zeigte in einen gut getarnten Feldweg. Hätte André Heller dort nicht auch so ein quitschbuntes Schild wie in seinen Werken aufstellen können?
Na egal, gefunden ist gefunden und wir dachte uns je weniger es finden, desto weniger Touristen. Auf seiner Website wurde eh schon vermittelt, dass nur 500 Besucher gleichzeitig Einlass finden.
Das kleine Schild hat volle Arbeit geleistet, wir waren max. 15 Besucher.