· 

Südtirol, der Abspann in unserem geliebten Südtirol

Südtirol ist unser "Garten". Fast direkt vor unserer Haustür und wird Sommer wie Winter gern von uns besucht. Das Klima, die Menschen und die Gegend sind einfach unser Ding. Wir vergleichen die Landschaft immer etwas mit Norge. Ganz kann es nicht mithalten, alleine schon wegen der Fjorde nicht, aber das Klima ist wesentlich milder und bekömmlicher. Ganz zu schweigen vom Fahraufwand und den Kosten im Land.
Wir lieben es dort zu Wandern und zu Biken. Dass für uns Süddeutsche unter "flowiger" Tour etwas anderes zu verstehen ist, haben wir seit der ersten MTB-Tour unter Erfahrung abgespeichert. Was werden wohl die Bewohner des nördlichen Deutschland darunter verstehen?

Unser letzter Aufenthalt der Reise war Dorf Tirol oberhalb Meran. Dort gibt es einen SP, der von seinem geschäftstüchtigem Besitzer geschickt vermarktet wird. Ist aber durch seine Lage und sein Monopol eine wahre selbstlaufende Goldgrube.

Wir kamen am Donnerstag Vormittag an und haben uns über die reichliche Platzauswahl gewundert. So leer ist es eigentlich nur außerhalb der Saison und auch eher zwischen Allerheiligen und Ostern der Fall. Aber.... es kam wie es immer kommt. Der mittlerweile auf 30 - 35 Mobile vergrößerte Platz war am Abend berstend voll und die folgenden Ankömmlinge reisten wieder ab. Der Platz ist auch nicht gerade preiswert. 23€ für einen SP inclusive Strom und je (m/w) einer Toilette die wir zum Glück nicht nutzen mussten. Denn da gibt man sich die Klinke in die Hand. Aber er hat wie bei den Immobilien die drei schlagende Argumente, 1. die Lage, 2. die Lage und 3. die Lage.

Jetzt kann jeder mal eine kleine Rechnung aufstellen: (30 SP x 23 € x 30 Tage/Monat) x 2/3 Auslastung über die Monate = Genug zum Überleben und das ist nicht das Haupteinkommen der Pension. Ein kluger Geschäftsmann und ich gönne ihm den Mut der Umstellung und des Kampfes gegen die Nachbarschaft.

Nun aber zurück zum schönen Südtirol. Wir haben am folgenden Tag eine Wanderung auf die Mutspitze unternommen. Es ging relativ relaxed um 8.30 Uhr los in Richtung Gondel. Die ersten 150m brachten uns schon ins Schwitzen, erstens war der Rucksack mit allem Benötigtem gefüllt und zweitens musste ja wie immer die fliegende Kamera samt Zubehör mit. Filmchen schneiden wird mittlerweile nach einer Tour zur Gewohnheit und zur Sucht. Leider darf ich diese nicht alle veröffentlichen zwecks Musikrechte, aber das ein oder andere kann ich ja für den Privatgebrauch in den eigenen 4 Wänden per WhatsApp verschicken.

So, nach dem Blabla aber weiter mit der Tour. Die 750 m mit der Gondel waren schnell überbrückt und wir waren mittlerweile auf 1.400 Metern. Das Ziel lag übrigens auf 2.295 Metern. Angeschrieben stand die Tour mit 2,5h wobei man bei Zeitangaben nie weiß, wer es gemessen hat. Nach 1h 45 min waren wir oben angekommen, wobei wir nicht gemütlich gewandert sind sondern wollten soweit möglichst menschenfreie Filmaufnahmen haben und der Weg säumte ein große Anzahl von Touristen. An der Kleidung, insbesondere am Schuhwerk, aber auch an der Sprache war schnell für uns erkannt, das Überholen ist zu packen. Einer hatte uns aber schon am Anfang einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein sich zu erkennen gebender Südtiroler (Sprache, Kleidung und Laufschritt) raste an uns vorbei. Und ich meine wirklich raste, denn den Schritt schaffe ich nicht mal in der Ebene. Dass sind die Südtiroler/innen Naturburschen/mädel.

Oben am Gipfel angekommen, war die Aussicht sehr schön und beeindruckend. Die Tour führt die letzten 20 Minuten am Grat entlang nach oben und lässt schon den folgenden Ausblick erahnen.

Nach einer 45 minütigen Pause (Filmen, fotografieren, essen und trinken) ging es auch schon wieder abwärts. Zwischenhalt Gasthof Mutkopf 1.684m mit zwei Kaltgetränken und dem für uns schon obligatorischem Kaiserschmarren. Da wir komplett aufgegessen hatten, kam der ausgemachte Deal mit dem Wirt der Geldrückgabe auch nicht zustande.

An der Gondel angekommen ging es wieder knieschonend 750m abwärts und dann auf SP-Höhe 500m zurück. Fertig waren wir mit der Tour und mit uns. Der Abend wurde wir auch schon der Abend zuvor mit was Gegrilltem abgeschlossen. Jimmy, einer der beiden Hofhunde glaubte der Webergrill Q100 wäre das Tor zum Himmel. Deckel auf, Würstchen/Fleisch raus. Deshalb auch seine demütige Haltung vor dem Grill.
Am nächsten Tag stand Relaxen auf dem Programm um am Sonntag fit für die Fahrt ab 6 Uhr nach Hause.

Fazit unsres Urlaubes Berchtesgaden - Zeltweg - DreiZinnen - Lazise - Meran/Tirolo. Wie immer sehr erholsam, erlebnisreich und kurzweilig.
Einfach ausgedrückt: Großartig wie immer. Danke, dass wir das erleben durften.