· 

Von den antiken Steinen ans Meer nach Katakolo

Um 6 Uhr wurde ich vom Tröpfeln auf dem Womodach geweckt. Einige Kaasköppe waren nicht so schlau wie wir und haben aufgrund des Wetterberichtes nicht alles am Vorabend im Fahrzeug verstaut. Sie mussten früh raus und holten das gestrige nach. Anderen war das alles egal und sie schliefen weiter. Eigentlich schade, dass jetzt schon so viele wach waren, wollte ich mich doch mit einem frühen Hupkonzert (Revanche für gestern Abend) bedanken.

Die Fahrt von Olympia nach Katakolo war feucht und schmutzig. Keine Ahnung was die Straßenoberfläche so schäumen lässt, entweder seltener Regen oder das Spritzen der Oliven- und Obstplantagen.

Nach einer kurzen Fahrt (ca. 40 km) waren wir schon am Hafen von Katakolo, einem kleinen Hafendorf, angekommen. Wir suchten uns eine geeignete Stelle für eine Nacht. Zwischen einem Camper aus GB und einem aufgebocktem Bötchen ließen wir uns dann nieder.

Die Wolken wichen am Vormittag und die Sonne kam voll zur Geltung und füllte unsere Batterien bis zum Anschlag. Bei einem kleinen Erkundungsspaziergang, folgte ein kleiner Mittagssnack. Dieser war alles andere als klein und hatte einen Mittagsschlaf zur Folge. Klar, das ganze Blut aus dem Kopf wurde in den Verdauungorganen benötigt.

Der Tag war sehr unspektakulär und erholsam. Es stand nichts auf dem Aktionsplan. Ich fing an das Wohnmobil an den Klappen zu putzen, da ich nichts mehr hasse, als sich in die Heckgarage zu beugen und die Klamotten sind dreckig. Wie das Ganze ausgeht war schon vorher klar.
Erst waren die Klappen sauber, dann die Fenster. Danach kam der Rest dran bis letztendlich alles wieder blitzeblank war. Wie sollte es auch anders sein als sonst. Wenn ich ehrlich bin, war mir das Ganze eh recht. Keine Langeweile und ein sauberes Wohnmobil nach einer Stunde. Passt.

Am Abend gingen wir auf die Lokal-Suche aus einem Internettipp. So wie es aussieht waren wir die einzigen, die diesen Tipp gelesen hatten, wobei sich die Suchenden (also die Touristen) in Grenzen hielten.
Da wir immer noch im Hafen waren, musste es wieder was "Fischiges" sein. Die Wahl fiel auf Kalamarie frittiert, Octopus in Essigsauce und ganz wichtig einen Liter Wein dazu. Beilagen, Potata frittiert und Auberginensalat. Danach noch jeweils einen großen Eisbecher von der Eisdiele nebenan. Der Abend war gelaufen und konnnte nur noch mit einer hochprozentigen flüssigen Nachspeise gerettet werden.