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Alles hat ein Ende. Auch der Griechenlandurlaub 2017

Nach vier erholsamen "Wiedereingliederungstagen" (Chillen, baden, sonnen, essen und trinken) auf dem CP Ionian Beach ging es am Freitag mittags nach Patras auf die Fähre. Nach einem letzten Bad im Pool fuhren wir los und kamen ca. 80 km später am Hafen an. Kurz zum Check-In und dann durch die Grenzkontrolle. Vorher musste ich aber leider noch einen Flüchtlings-Check am bzw. unter dem Fahrzeug machen. Erstens sieht man viele Flüchlinge mit ihren Brettern (legen sich damit in die Zwischenräume unter den Fahrzeugen, meistens LKW's) am Hafengelände und zweitens haben sie unser Fzg.auch schon ausgekundschaftet. Unser Heckträger war nicht mehr so verschlossen wie zuvor und einige gaben Fersengeld als Christine Unterlagen für den Check-In holen musste.
Nach der Fahrzeugkontrolle beim Grenzbeamten fuhren wir auf den Parkplatz vor den Anlegestellen der Fähre. Unser Schiff war noch nicht da, sollte aber in gut 3 Std. abfahren. Unser Glück war, die Fähre war nicht im Einsatz und kam aus ihrer Warteposition im alten Hafen ohne Passagiere an Bord kurz darauf um die Ecke. Also die ganze Prozedur Passagiere und Fzg. ausladen entfiel somit.

Es war eine heiße Angelegenheit die Warterei auf den Einlass, aber ein LKW-Fahrer versorgte uns mit Melonenspalten. Superfreundliche Aktion..... lecker.
Als wir kurz darauf in den Schiffsbauch fuhren, bekamen wir auch schon einen genialen Platz in zweiter Reihe zugewiesen. Eigentlich war es ja schon erste Reihe, denn die Campingbusse neben uns nahmen uns keine Sicht auf das Meer. Es wehte eine schöne Briese durch die Luken und Fenster.

Um 17.38 Uhr legte die Fähre (fast) pünktlich ab und nahm ziemlich zügig Fährt auf. Wir hatten die ganze Fahrt über über 50 km/h drauf und hatte ein pünktliches Ankommen in Igoumenitsa und Ancona zur Folge. Respekt! Ich vermute unser AnekLine-Kapitän hat sich ein kleines Duell mit der Minoan-Fähre geliefert. Diese fuhr eine halbe Stunde (mit einer Stunde Verspätung) später in Patras ab und kam am Folgetag 1,5 Stunden nach uns an. Die Überfahrt war sehr kurzweilig, da wir ein paar Gläschen Wein mit zwei sehr sympathischen Gleichgesinnten bis weit in die Nacht getrunken haben.

Um 15.15 Uhr verließen wir die Fähre und auf gings Richtung Heimat. Geplant war in einem Rutsch durchzufahren. Also nix mit Pause usw....
Außer einem kleinen Entsorgungsstopp an der letzten Möglichkeit vor dem Brenner (12 Minuten) und einem Pizzahol- und gleich Verzehrstopp am Brenner (30 Minuten) lief alles staufrei aber heiß. Es hatte um 18 Uhr noch 37 Grad und kühlte erst ab Bozen durch ein Gewitter innerhalb von 5 Minuten auf 16 Grad ab. Dieses Gewitter begleitet uns durch Österreich und sorgte auch dort für Abkühlung. Nach zwei kleinen Kontrollen, Gewicht und Vigniette/GoBox in A und Grenzkontrolle in D, kamen wir um 1 Uhr unversehrt aber müde Zuhause an. Schnitt 80 km/h über die 765 km ist doch o.k.
Überfahrt Camping on Bord (CoB) Patras - Igoumenitsa - Ancona