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Tag 9 - Abreise nach Githio

Nachdem wir die Nacht zuvor anscheinend alle Mücken erschlagen haben, war es diese Nacht ruhig. Was uns zu dieser Jahreszeit (Pfingsten fällt ja etwas früher) auffällt, es ist tagsüber nicht zu heißund nachts angenehm kühl. Eigentlich die schönste Kombi.

Morgens um 9 Uhr ging es nach Ver- und Entsorgung Richtung Githio. Unser Navi hat irgendwas um die 270 km angezeigt. Irgendwie kam uns das viel vor. Hatten wir nicht irgendwas um die 200 km im Kopf? Na was soll’s fahren wir los. Unterwegs stellte sich heraus, dass uns das Navi über Kalamata leitete anstatt uns in Höhe Sparta auf die neue Autobahn zu leiten. Jetzt wird es doch mal Zeit für ein Update zu sorgen. In vier Jahren ist soviel gebaut worden, dass es Sinn machen würde.

Die Fahrt verlief sehr ruhig und fast schon langweilig. Wären da nicht die Toll-Stations, würden wir nicht mitbekommen wieviel wir schon gefahren sind. Einerseits sind die Autobahnen angenehm, weil auch der Fahrer die Landschaft beobachten kann ohne mit Straßenschäden rechnen zu müssen, anderseits umfährt man die schönsten Landstriche. Für alle Erstgriechenlandreisende empfehlen wir immer die Landstraßen aber dafür weniger Strecke zu machen.

Auf den letzten km nach Githio war wieder mal Rodeo angesagt. Bei den buckeligen Straßen haut es uns fast aus den gefederten Sitzen. Da wundert es einen, dass das ganze Equipment dort bleibt wo es eingeräumt wurde. Am Hafen von Githio gibt es ein Rondel, an dem es nicht ungewöhnlich ist, dass ein Fahrzeug den Weg verengt oder sogar blockiert. Dieses Mal stand ein LKW mitten im Weg und kein Fahrer in Sicht. Kein Problem, hupen, kurz warten und er kommt schon angelaufen. Angelaufen? Nein das war ein Scherz, natürlich trottete er gemütlich telefonierend an, kramte noch etwas rum und machte den Weg frei. Hinter uns wurden schon die eigentlich geduldigen Griechen hupend ungeduldig.
Beim ersten Mal in Griechenland an diesem Ort sind wir einem Betonmischer hinterhergefahren. Wir dachten uns, wo der durchkommt, schaffen wir es auch. Damals kannte wir auch noch nicht das Rondel (wie ein Kreisverkehr Einbahnstraße) und fuhren blindlings gegen die Einbahnstraße hinterher. Da kennen die Griechen nichts 😁

In Githio am CP Meltemi angekommen trafen wir schon die ersten Bekannten. Herman, Christl und Ernst der Vielradlfahrer. Auch sonst hat sich nicht viel geändert am CP.
Wir sind dann zum Metzger unseres Vertrauen gedüst (E-Roller) und haben für abends zwei Rinderkottlet (1,6 kg) zum Grillen besorgt. Man kann sich vorstellen, dass wir danach nichts mehr brauchten außer einen Ouzo.

In diesem Sinne, Kalinichta.