· 

Tag 5 - Von Tuili nach Villaputzu

Der Tag oberhalb Tuili, am Parcheggio Marco della Giara begann relativ früh. Wir wollten ja spätestens um 8 Uhr in den Park gehen um die Wildpferde zu sehen. Dieser Park ist riesig und beheimatet ca. 600 Wildpferde, die sich dort frei bewegen können. Wir waren schon recht gespannt, ob und wie nah wir welche sehen werden. Im Reiseführer stand drin, dass man die Pferde nur bis zu einem Abstand von 50 Metern zu Gesicht bekommt. So stand es im Reiseführer...

 

Wir machten uns also auf die Socken und lauschten während der Wanderung allen Geräuschen. Pferdemist war auf alle Fälle schon mal genug auf den Wegen zu sehen und zu riechen.

Es dauerte ca. eine halbe Stunde als wir an ein Wasserreservoir ankamen und in weiter Ferne drei Pferde stehen sahen. Es gibt also wirklich welche, die sich auf ca. 200 Metern blicken lassen.

 

Nach 5 weiteren Minuten stockte uns dann der Atem und wir erstarrten vor Neugierde. Sahen wir doch glatt weitere 2 Pferde in ca. 50 Metern vor uns am Wegesrand. Es hieß jetzt anpirschen. Der Wind stand gut, so dass man uns weder roch noch hörte. Glaubten wir, denn die Pferde blieben weiter stehen.

Noch während des Anpirschens, sahen wir um die Ecke rum noch weiter 5 Pferde stehen und das in einem Abstand weit unter 50 Metern. Sie grasten ruhig vor sich hin und machten keine Anstalten davon zu galoppieren. Noch nicht mal als wir und bis auf ca. 5 Metern näherten. Perfekt, der Tag konnte so weiter gehen.

Als wir nach 10 Minuten wieder Richtung Parkmitte gehen wollten humpelte doch glatt ein Vierbeiner vor uns an die Tränke, ließ sich aber nicht stören uns schaute uns nur interessiert an. Selbst als wir in Armlänge an ihm vorbeigingen blieb er ruhig stehen. Ich glaube wir hatten mehr Respekt vor der Nähe als er.

 

Nach dieser doch überraschenden Begegnung machten wir uns weiter auf der Wanderroute und durchquerten den Park in einer 10 km Uhrzeigerschleife. Mittendrin trotz GPS verlaufen, aber den kleinen Pfad in der Pampa wiedergefunden. Hatte schon leicht das Panik-P uf der Stirn, denn das Handy wurde immer leerer und meine Powerbank war im Wohnmobil...... ganz schlau.

 

Nach ca. 2 1/2 Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt angekommen. 

 

Nun hieß es noch eine Nacht bleiben oder wieder weiterreisen. Wir entschieden uns für das Weiterreisen, zumal es doch die längste Strecke (147km) auf unserer Sardinien-Reise war.

Es ging an die Ostküste, also raus aus den Bergen ans Meer.

 

Die Strecke war weder spannend noch mit Überraschungen gesät... also schon fast ein wenig langweilig im Gegensatz zu bisher.

Wobei ganz unspektakulär war es auch nicht, denn wir mussten ja wieder die Strecke nach/durch Tuili. You remember.... enge Anfahrt und so.

Unser Navi leitete uns aber Gott sei Dank an dem Ort vorbei, was aber auch eine kleine Herausforderung war. 8,60 m Wohnmobile haben es nicht immer einach, vor allem wenn es noch durch eine Mulde geht. Wir setzten mit der ausgezogenen Heckstoßstange leicht auf und mussten die Luftfederung voll nach oben pumpen um wieder frei zu kommen.

 

Das war Tag 5 unserer Reise und wir sind gespannt was als nächstes so auf uns zu kommt.